Sammelband "Zum Umgang mit der deutschen Kolonialvergangenheit"

Gegenwärtige und historische Perspektiven

Im März 2026 ist es soweit: Der Sammelband "Zum Umgang mit der deutschen Kolonialvergangenheit. Gegenwärtige und historische Perspektiven", herausgegeben von Nicole Garretón, Johannes Jansen und Alina Marktanner, erscheint im Wallstein Verlag.

Aus dem Klappentext:

Restitutionsdebatten, Straßenumbenennungen, Denkmalstürze – die Auseinandersetzung mit Deutschlands kolonialem Erbe ist in den vergangenen Jahren intensiv geführt worden. Doch um die jüngsten Konflikte zu verstehen, reicht ein Blick auf die Kolonialzeit allein nicht aus. Die Beiträger*innen dieses Bandes vollziehen daher einen entscheidenden Perspektivwechsel: Ihr Blick richtet sich nicht allein auf die Phase des Hochimperialismus, sondern die Nachgeschichte des Kolonialismus seit 1945 und der gegenwärtige Umgang mit der Kolonialvergangenheit werden in den Mittelpunkt gestellt. In den damit offen gelegten Konfliktlinien zeigt sich, wie unter anderem in der Presse, in Schulbüchern und in Kultureinrichtungen um die Deutung der deutschen Kolonialvergangenheit gerungen wurde und wird. So wird deutlich, dass das öffentliche Erinnern keinem geradlinigen Verlauf folgte, sondern vielmehr Phasen der Rechtfertigung, des Vergessens und der kritischen Auseinandersetzung durchlief. In der Verbindung aktueller Debatten in Namibia und Tansania mit lokal- und regionalgeschichtlichen Analysen aus Deutschland entsteht eine neue Topografie der Geschichtskultur des deutschen Kolonialismus. Mit Beiträgen von Gabriele Metzler, Henning Melber, Fabian Fechner, Barbara Schneider u. a.